Presseschau
Juni 2002

Neuester Eintrag



2002-Jul-02
Nordwest-Zeitung

Gastvortrag

Vechta. Prof. Doktor Martin Lenz-Johanns von der Universität Lüneburg hält heute ab 16 Uhr in der Hochschule Vechta einen Gastvortrag. Unter dem Titel »Design of Nature – Architektur und Landschaftsplanung« behandelt er die Arbeit von Dominique Gonzales-Foerster »Park im Park«.



2002-Jul-03
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Zirkus gegen Trabrennen

Zum Trabrennen am Wochenende in Vechta.
Die OV lud in ihrer Freitagausgabe zu einer Aufführung des Kinderzirkus Barbarelle aus Barnstorf unter der Leitung von Ehepaar Regina und Reinhold Blömer ein. Auf dem Gelände des Reiterwaldstadions in Vechta sollte die Vorstellung am Sonntag (30. Juni) um 15 Uhr beginnen.
Zwar fand die Vorstellung statt, aber niemand erhielt Zutritt, der nicht fünf Euro für eine Trabrennveranstaltung ausgegeben und einen Wettgutschein im Wert von einen Euro erworben hatte, auch wenn man unmissverständlich äußerte, dass man an der Trabrennveranstaltung kein Interesse habe. Nichts, keine Silbe in dem dicken Programmheft verriet irgendetwas von diesem attraktiven und ambitionierten Zirkusangebot.
Dabei war das Programm ausgesprochen ideenreich und glänzte besonders durch eine eigene Live-Band, die die begeisterten Mitspieler und Akrobaten durch ihre Nummern begleitete. Jeder von den großen und kleinen Künstlern war in gleicher Weise wichtig für die Aufführung. Dem Zirkus wäre mehr Aufmerksamkeit zu wünschen gewesen: Er hatte es verdient. Und von den Einnahmen der Trabrennveranstaltung sollte er einen gerechten Anteil erhalten – als Ausgleich für die stiefmütterliche Behandlung durch die Veranstalter.

Dr. Eberhard Ockel
Philosophenweg 20
Vechta



2002-Jul-04
Nordwest-Zeitung

Vechta. In der Hochschule Vechta hat der Lüneburger Professor Dr. Martin Lenz-Johanns (Bild oben) einen Gastvortrag: »Design of Nature – Architektur und Landschaftsplanung« gehalten. Der gebürtige Gießener wurde im Rahmen der Seminarreihe Ästhetische Theorie/Werkanalyse von Professor Karl-Eckhard Carius »Künstlerische Aussagen – intermediär«, nach Vechta eingeladen. Recht angetan seien die Studenten und Studentinnen von dem Vortrag gewesen, berichtete Professor Carius. Der Beitrag zum Diskussionsforum Documenta 11 habe zudem den intermediären Charakter der Kunst gezeigt und neue Maßstäbe für die ästhetisch-kulturelle Bildung gesetzt.



2002-Jul-04
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Rund um die Documenta 11
Prof. Dr. Martin Lenz-Johanns beeindruckte mit Gastvortrag

Vechta – Einen begeisternden Gastvortrag zum Thema »Design of Nature – Architektur und Landschaftsplanung« hielt jetzt Prof. Dr. Martin Lenz-Johanns an der Vechtaer Hochschule. Prof. Karl-Eckard Carius, Leiter des Lehrbereichs Gestaltendes Werken, begrüßte den Professor von der Universität Lüneburg. Der Vortrag von Lenz-Johanns gehört zur Seminarreihe »Künstlerische Aussagen – intermediär«, die als ein Beitrag zum Diskussionsforum Documenta 11 gedacht ist.
Lenz-Johanns ging darauf ein, wie schnell sich die Kunstentwicklung vollzieht. So erläuterte er die Historie der Documenta. Ausführlich stellte der Professor die Documenta 11 den Zuhörern vor.
Zu den Leitthemen gehören laut Lenz-Johanns unter anderem Migration, prekäre postkoloniale Konstellationen und kulturelle Vermischungen. Der Leiter der documenta 11, Okwui Enwezor, favorisierte Kunstschaffende, die an die Konzepte der documente 10 und documenta 5 anknüpfen. Der Afrikaner Enwezor bringe selbst eine außereuropäische Perspektivsetzung mit und belebt die Ausstellung deshalb durch fremde oder ferne Blickwinkel. Bei der anschließenden Diskussion mit den Zuhörern wurde deutlich, dass die diesjährige documenta – auch wegen der Videoinstallationen – mehr Zeit verlange und ein intensiveres Denken fordere.

(Foto: Kokenge) Herzliche Begrüßung: Prof. Karl-Eckhard Carius (links) empfing Prof. Dr. Martin Lenz-Johanns von der Universität Lüneburg, der jetzt einen Gastvortrag hielt.



2002-Jul-04
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Pestalozzis Pädagogik exzellent erläutert
Dozentinnen aus Lettland besuchten Institut für Erziehungswissenschaft in Vechta

Vechta – Im Rahmen der Kooperationsbeziehungen zwischen der Hochschule Vechta und der Universität Daugavpils in Lettland besuchten jetzt zwei Dozentinnen aus Lettland die Hochschule Vechta und das Institut für Erziehungswissenschaft. Marite Kravale und Eridiana Olehnovica sind Dozentinnen in der Pädagogischen Abteilung der Universität in Daugavpils.
An zwei Tagen führten sie mit Studierenden aus dem Diplomstudiengang Erziehungswissenschaften diverse Seminare durch. Diese drehten sich um den großen Schweizer Pädagogen Pestalozzi und um eine ganzheitliche Pädagogik. Die exzellent vorbereiteten Dozentinnen begeisterten die deutschen Studierenden und erweckten den Wunsch, diesen Besuch zu wiederholen.
Beide Dozentinnen konnten sich in Deutsch verständigen. Bei dennoch auftretenden sprachlichen Problemen half in professioneller Manier die in Vechta studierende lettische Studentin Karina Podzina weiter. Gespräche und Diskussionen im Institut und mit den Fachkollegen rundeten das Arbeitsprogramm ab. Alle Beteiligten stellten am Ende zufrieden fest, dass dies ein produktiver und innovativer Besuch war.

(Foto: Kokenge) Deutsch-lettischer Erfahrungsaustausch: (von links) Monika Hilgenberg, Lehrbeauftragte am Institut für Erziehungswissenschaft, Marite Kravale, Prof. Dr. Klaus-Dieter Scheer und Eridiana Olehnovica.



2002-Jul-06
Oldenburgische Volkszeitung

Theologie-Reihe erweitert
Institut für Katholische Theologie legt Tätigkeitsbericht 2001 vor

Vechta – Das Institut für Katholische Theologie der Hochschule Vechta hat jetzt ihren Tätigkeitsbericht für das Jahr 2001 vorgelegt. Prof. Dr. Franz Georg Untergaßmair, Geschäftsführender Direktor des Instituts, berichtet von vielen Aktivitäten in den Bereichen der Forschung, Lehre und autonomen Verwaltung. So wurde die Reihe »Vechtaer Beiträge zur Theologie« durch den Band sechs »Weihnachten – Wiege des Christentums« erweitert. Autor des Werkes ist Prof. Dr. Untergaßmair. Außerdem wurde das Projekt »Elementarisierung« durch eine Ringvorlesung im Sommersemester realisiert.
Weiterhin gebe es die Kooperation mit dem Institut für Katholische Theologie an der Uni Osnabrück. Nach Angaben von Prof. Dr. Untergaßmair ist zudem die Zahl der Gasthörer gestiegen. Im Sommersemester 2001, so steht es im Tätigkeitsbericht des Instituts, gab es insgesamt 256 Studierende. Im anschließenden Wintersemester waren es sogar 274 Studentinnen und Studenten.
In dem Tätigkeitsbericht sind außerdem die Forschungsschwerpunkte, Publikationen und Vorträge der Lehrenden aufgeführt.



2002-Jul-06
Oldenburgische Volkszeitung

Bedeutend für Alltag
Prof. Dr. Winter hielt Vortrag über Mathe

Vechta – Ein Vortrag zum Thema »Mathematik und Kultur – Denk- und Fragwürdiges» hielt jetzt Prof. Dr. Martin Winter. Die Veranstaltung bildete den Abschluss der Beitragsreihe zum Thema »Kultur« der Ringvorlesung in diesem Sommersemester. Prof. Dr. Winter, Mathematikdidaktiker im Institut für Didaktik der Naturwissenschaften, der Mathematik und des Sachunterrichts an der Hochschule Vechta, gab einen Einblick in die weit reichende Verflechtung von Mathematik mit den alltäglichen Abläufen in unserer Gesellschaft.
Dabei stellte er die Bedeutung der Mathematik für kulturelle Errungenschaften heraus. So gelang den Menschen erst mit Hilfe mathematischer Methoden die Orientierung in Zeit und Raum. Die Erfindung von Zahlsystemen und Arithmetik machten Vorgänge im Handels- und Wirtschaftsleben erst berechenbar.
Es wurde deutlich gemacht, wie neben der Bedeutung der Zahlen auch das Messen und die Darstellung von Zusammenhängen durch mathematische Funktionen die Sicht auf die Welt bestimmt. Daraus entwickelte statistische Methoden haben für den Alltag eine große Bedeutung gewonnen. Denn selbst an der Ladenkasse wird kaum noch gerechnet, weil durch das Lesen der »Zebrastreifen« auf den Waren alles automatisch erledigt wird. Dies ist nur möglich durch eine Menge Mathematik im Hintergrund.



2002-Jul-08
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Sardinen und Antipasti zum Abschluss

Vechta (sb) – Studierende und Lehrende des Fachbereiches Gestaltendes Werken an der Uni Vechta feierten jetzt den erfolgreichen Semesterabschluss und den 75. Geburtstag von Gina Lollobrigida. Das große Gastmahl am Abend fand im mit Kerzen und Rosen herrlich geschmückten Werkhaus statt. Über der langen Festtafel hing der extra zum Abschlussfest gefertigte Kronleuchter. Dann gab es unter anderem Sardinen vom Grill und Antipasti sowie köstliche Weine. Der Abend endete mit einem gemütlichen Zusammensein.

(Foto: Biestmann) Unter dem neuen Kronleuchter stießen Studierende und Lehrende des Fachbereiches Gestaltendes Werken mit Weingläsern auf den Semesterabschluss an, darunter auch Prof. Karl-Eckhard Carius (r.) und Ellen Mäder-Gutz (l.).



2002-Jul-12
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Hochschulrat plant Howe-Nachfolge
Mit Inkrafttreten des Hochschulgesetzes kann Senat im Oktober neuen Rektor wählen

Vechta (su) - Der Hochschulrat der Hochschule Vechta hat am Dienstag (9. Juni) auf seiner 23. Sitzung die weitere Entwicklung der Hochschule beraten. Im Vordergrund stand die Wiederbesetzung von drei Professorenstellen in Studiengängen mit hoher Studierendenzahl.
So benötigt der Diplomstudiengang Erziehungswissenschaft dringend eine Professur für Allgemeine Sozialpädagogik. Außerdem wird im Lehramtsstudiengang Sachunterricht aus Altersgründen eine Professur für Didaktik frei, erläuterte gestern Hochschulrat-Geschäftsführer Gerold Memmen. Bei beiden wissenschaftlichen Stellen habe sich der Hochschulrat dem Vorschlag des Senats der Hochschule angeschlossen.
Der Hochschulrat erwartet, dass das Wissenschaftsministerium des Landes Niedersachsen die Stellen zur Wiederbesetzung freigibt, damit die erfolgreiche Lehr- und Forschungsarbeit dieser Fächer nicht durch längere Vakanzen unnötig erschwert werde. Für eine literaturwissenschaftliche Professur im Fach Germanistik hat der Hochschulrat beschlossen, gemeinsam mit dem Senat das Aufgabenprofil an den Anforderungen zu orientieren, die sich aus den jüngsten Gutachten der Wissenschaftlichen Kommission des Landes Niedersachsen ergeben.
Außerdem hat sich der Hochschulrat mit der Situation befasst, dass der Hochschulsenat infolge des neuen Hochschulgesetzes im Oktober eine neue Hochschulleitung beauftragen will. "Der Hochschulrat erachtet es für notwendig, dass bis dahin von der amtierenden Hochschulleitung im Wirtschafts- und Verwaltungsbereich keine Veränderungen mehr vorgenommen werden, damit die Arbeit der Nachfolger nicht beeinträchtigt wird", erklärte der Hochschulratsgeschäftsführer Memmen abschließend in Richtung des noch amtierenden Hochschulrektors Prof. Dr. Jürgen Howe.



2002-Jul-15
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Die zweite Karriere der Schwester Hilliganda
Ehemalige Schulleiterin der Liebfrauenschule recherchiert und organisiert jetzt für »Radio Vaticana« in Rom

Vechta (pg) – Aus dem Pfortenbereich der Liebfrauenschule in Vechta ist ein freudiges »si, si« zu hören, dann folgt ein italienischer Wortschwall. Keine Frage Sr. Maria Hilliganda Rensing ist da. Mehrmals im Jahr kehrt die ehemalige Schulleiterin an ihre alte Wirkstätte zurück. Um an Sitzungen des Hochschulrates der Hochschule Vechta teilzunehmen und um sich mit liebgewonnenen Freundinnen zu treffen.
Seit dreieinhalb Jahren ist die 69-jährige Nonne jetzt in Rom. Nach ihrem Ausscheiden aus dem Schuldienst wollte sie hier eigentlich Urlaub machen und italienisch lernen. Doch dann kam alles ganz anders.
Wie so oft in ihrem Leben. »Gott sitzt am Webstuhl meines Lebens«, sagt sie und vertraut auf seine Führung. Das gibt ihr die Kraft und den Mut, immer wieder anspruchsvolle Aufgaben anzunehmen. Erst erstellte sie fast 3000 Internetseiten für die deutsche Homepage zum Heiligen Jahr. Dann führte sie drei Monate lang Pilger durch die Ewige Stadt. Und seit Juli letzten Jahres arbeitet sie für Radio Vaticana. Hier koordiniert sie die Rundfunkbeiträge für den deutschsprachigen Raum, recherchiert und schreibt Texte für Radiopublikationen, schreibt, spricht und bearbeitet im Cutterraum Buchrezensionen und beantwortet Höreranfragen.
Neu hinzugekommen ist jetzt noch ihre Tätigkeit als Lektorin für die täglichen morgendlichen Liveübertragungen der Messe von Radio Vaticana. Auf Latein liest sie Lesungen und das Evangelium. Diese frühmorgendliche Aufgabe bedeutet ihr sehr viel. Denn »als Schwester möchte ich auch geistig leben, hier kann ich mich einbringen, um weltweit geistlich zu agieren«, erklärt sie. Dies ist für sie ein Dienst am Volk Gottes.
Sie fühlt sich wohl in Rom. Doch Vechta führt sie sich nach wie vor verbunden. »Ich finde es schön, dass man in begrenzten Horizonten Welt erfahren kann«, beschreibt Sr. Hilliganda ihre Sichtweise der Kreisstadt. Denn was hier passiert, darüber ist sie immer informiert. Dafür sorgen ihre Schulfreundinnen, zu denen sie als ehemalige Internatsschülerin der Liebfrauenschule regen Kontakt hat. So war es denn auch nicht verwunderlich, dass ihr 50-jähriges Abiturtreffen in Rom stattfand. 18 ehemalige Klassenkameradinnen sind im Mai diesen Jahres ihrer Einladung gefolgt und kamen in den Genuss, von der kunst- und archäologiebegeisterten Romkennerin alles gezeigt zu bekommen was die Vatikanstadt zu bieten hat.

Foto: Touristenführerin im Ordenskleid: Unter den wachsamen Augen der Schweizer Garde leitet Schwester Hilliganda eine Gruppe englischer Nonnen in die Vatikanischen Gärten.



2002-Jul-16
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Weniger Verwaltungsaufwand, mehr Transparenz
Stadt Vechta besitzt ein digitales Kompensationsflächenkataster – Von Umweltwissenschaftler entwickelt

Von Ulrich Suffner

Vechta – Wenn ein neues Wohngebiet oder Industriegebiet entsteht, muss die örtliche Kommune oder der private Projektträger diesen Eingriff in die Natur ausgleichen. Das ist seit Jahren gesetzlich vorgeschrieben. Dass diese ökologischen Ausgleichsflächen in einem Kompensationsflächenkataster verzeichnet sein müssen, ist auch nicht neu. Neu ist aber, dass die Stadt Vechta seit einigen Wochen ein digitales Kataster besitzt. Im Rahmen einer Diplomarbeit am Vechtaer Institut für Umweltwissenschaft hat es Hendrik Tabeling erstellt.
Bis heute sind in Vechta 42 Kompensationsmaßnahmen auf einer Fläche von 92 Hektar ausgewiesen worden. Allein die Stadt Vechta hat dafür über 70 Hektar Flächen von Landwirten angekauft. »Diese Vielzahl von Flächen mit unterschiedlichen Zielsetzungen und Entwicklungsständen erfordern einen hohen Verwaltungsaufwand«, erläutert der städtische Landschaftsarchitekt Dirk Ortland. 32 Maßnahmen seien auf 42 Hektar bereits baulich umgesetzt. Und mit dem zu Zweidrittel fertiggestellten Flächenpool im Großen Bruch werden weitere 35 Hektar dem Naturschutz zugeführt.
Das digitale Kataster sorgt dafür, dass Ortland nicht den Überblick verliert. Dort findet er alle wichtigen Informationen auf einen Blick: Wo liegt die ökologisch aufzuwertende Naturfläche im Stadtgebiet? Für welches Bauprojekt dient sie als Ausgleich? Ist die Maßnahme bereits abgeschlossen? Und was ist wann passiert? Ist eine Streuobstwiese entstanden, ein Gewässer renaturiert worden? Sind Ackerflächen in extensives Grünland oder Nadelwaldbestände in Laufwaldbestände umgewandelt worden?
Das digitale Kataster sorgt so auch für Transparenz und Überprüfbarkeit, denn der Gesetzgeber schreibt den Kommunen bisher keinen Zeitrahmen für die Umsetzung von Ausgleichsmaßnahmen vor. Doch glaubt Ortland, dass dieser Mangel im Rahmen der Ausführungsbestimmungen des neuen, im April dieses Jahres beschlossenen Naturschutzgesetzes behoben wird.
Wünschenswert ist aus seiner Sicht auch eine zweite Gesetzeskorrektur. Denn bisher ist es Kommunen nicht möglich, bereits im Vorlauf geplanter Bauprojekte »Ausgleichsmaßnahmen auf ein Ökokonto einzuzahlen«. Dabei ist die ökologische Aufwertung größerer, zusammenhängender Flächen nicht nur für die Stadtfinanzen, sondern auch für Flora und Fauna sinnvoller als das bisherige Abarbeiten von Einzelmaßnahmen.
Räumlich konzentriert sich der Ausgleich in Vechta auf Naturräume im nördlichen Stadtgebiet, die sich besonders für ökologische Aufwertung eignen: die Spredaer Bachaue, der Große Bruch und der Vorbach oder die Flächen im Bereich des Wasserwerkes in Holzhausen. Entwickeln sollen sich dort vernetzte Naturräume. Langfristig sind zudem großflächige Ausgleichsmaßnahmen über Gemeindegrenzen hinweg das Ziel. Dafür haben Vechta, Lohne, Damme und Diepholz eine Flächenagentur gegründet, »um«, so Ortland, »die Kräfte für den Naturschutz weiter zu bündeln«.



2002-Jul-31
Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

Fachtagung im September
Vorstandswechsel in der Alternswissenschaftlichen Gesellschaft

Vechta – Die Alternswissenschaftliche Gesellschaft, eine 1995 von Absolventen und Studenten des Studienganges Diplom-Gerontologie an der Hochschule Vechta gegründete Gesellschaft, hat in der jüngsten Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand gewählt. Vorstandsvorsitzender und Stellvertreter sind die Diplom-Gerontologen Dr. med. Friedmar Carstensen, Lohne und Werner Meyering, Vechta. Schriftführerin ist Diplom-Gerontologin Beate Schulte, Emstek und Schatzmeister Dr. Cornelia Wienken, Vechta.
Ein besonderer Dank wurde dem bisherigen Vorstand unter Leitung von Diplom-Gerontologen Rudolf Hülsken aus Wesel ausgesprochen, der zur Gründung und kontinuierlichen Entwicklung der Alternswissenschaftlichen Gesellschaft seit 1995 wesentlich beigetragen hat. Die Alternswissenschaftliche Gesellschaft dient insbesondere dem Zweck, Forschungsarbeiten in den Bereichen Gerontologie, Geriatrie und Alterssozialpolitik zu unterstützen und durchzuführen. Mitglieder der Gesellschaft sind Diplom-Gerontologen und an alternswissenschaftlichen Fragen interessierte Personen.
Die nächste Fachtagung in diesem Rahmen findet am Freitag (6. September) und Samstag (7. September) in der Ludwig-Windhorst-Akademie in Lingen statt. Die Psychologin Dr. Birgit Jansen aus Kassel spricht zum Thema »Angehörige – Partner oder verborgene Hauptdarsteller in Pflegeprozessen?«. Außerdem stellen zwei Diplomanden des Diplomstudienganges Gerontologie der Hochschule Vechta ihre Diplomarbeit vor, die sie im Frühjahr abschließen konnten. Katja Woidke stellt »Psychosoziale Konzepte und therapeutische Ansätze zur Dementenbetreuung« vor, Thomas Söldner die »Kommunale Sozialplanung unter besonderer Berücksichtigung von Familien und der älteren Generation«.
Die Fachtagung ist öffentlich, Anmeldungen nimmt die Akademie Lingen unter Tel. 0591/6102-122 oder Fax: 0591/6102-135 entgegen.